Was 47 Schreinereien über Konfiguratoren lehrten

 

Drei Tage. So lange hat der schnellste Betrieb gebraucht, um seinen Konfigurator produktiv auf die Homepage zu bringen. Der langsamste? Drei Monate.

Ich habe über die letzten Jahre mit 47 Schreinereien gearbeitet, die einen Möbelkonfigurator eingeführt haben. Die Daten zeigen ein klares Muster. Der Unterschied zwischen drei Tagen und drei Monaten liegt nicht in der Technik. Er liegt in etwas viel Grundlegenderem.

Der Drei-Tage-Fall: B2B statt Endkunde

Der Betrieb, der nach drei Tagen live ging, hatte eine klare Zielsetzung. Er wusste genau, wer seine Kunden sind und wofür TrunSHOP24 da sein soll.

Es ging um ein B2B-Geschäft. Produktion für andere Schreiner, die online bei ihm konfigurieren und dann anfragen, anstatt Fresszettel zu senden.

Die bestellenden Betriebe gewinnen, weil sie jetzt dem Endkunden etwas zeigen können und schneller Angebote machen. Der Betrieb, der TrunSHOP24 auf seine Homepage packt, gewinnt mehr Anfragen, klarere Aufträge, weniger Nachkommunikation und weniger Missverständnisse.

Das ist messbar. Ein ähnlicher Fall aus der Branche zeigt: EinMöbelkonfigurator im B2B-Bereich erzielte 80% Zeitersparnis in der Angebotserstellung, 40% mehr Anfragen und 60% mehr Kaufabschlüsse.

Der Drei-Monats-Fall: Vage Hoffnung statt klarer Plan

Der Betrieb, der drei Monate brauchte, hatte eine andere Ausgangslage. Die Idee war: "Einfach mal Kunden über die Homepage gewinnen."

Ohne dass klar war, was für Kunden. Was diese genau machen sollen. Ob sie direkt online bestellen oder anfragen. Ob sie einen Preis bekommen sollen oder nur "Auf Anfrage" da stehen soll.

Das Muster wiederholt sich. Circa 50% der Fälle starten genau so. Mit einer vagen Hoffnung statt einem klaren Problem, das gelöst werden soll.

Die Zahlen aus der Branche bestätigen das. Circa 50% der Konfigurationsprojekte erzielen nicht annähernd die angestrebten Ziele oder kaum Verbesserungen. Der Grund: Die Unternehmen starten ohne klare Zielsetzung.

Das Erfahrungs-Problem: Praxiserfahrung als Blockade

Ich berate Betriebe vorher. Ich frage nach der Zielsetzung. Ich kläre, wer die Kunden sind und was passieren soll.

Aber die Hälfte hört nicht zu.

Das ist kein böser Wille. Es sind Ego-Probleme. Die Handwerker haben die Praxiserfahrung. Sie denken, sie wüssten, wie alles läuft. Sie merken es dann meistens erst im Nachhinein, dass Online eine andere Welt ist (die sie aber perfekt mit ihrer bestehenden vereinen können, wenn sie es richtig machen).

Die Daten zeigen: 72% der Handwerksbetriebe sagen, dass sie schlicht "zu beschäftigt" sind, um sich intensiv mit Digitalisierung zu befassen. Die Ironie: Genau diese Betriebe investieren später Monate statt Tage, weil die Vorarbeit fehlt.

Die versteckte 50%-Regel

Software scheitert im Handwerk selten an der Technik. Sie scheitert an fehlender Partizipation, mangelnder Akzeptanz, unklaren Erwartungen oder schlechter Kommunikation.

Ein aktueller Leitfaden zur Softwareeinführung im Handwerk setzt bewusst nicht bei technischen Lösungen an. Er fokussiert auf die sozialen, organisatorischen und kommunikativen Aspekte. Fragen der Akzeptanz, Beteiligung der Beschäftigten, Führung und Qualifizierung stehen im Mittelpunkt.

Das bestätigt: Die drei Monate im langsamen Fall waren keine technische, sondern eine organisatorische Baustelle.

Mehr Funktionen bedeuten längere Einarbeitung

Welche Software geeignet ist, hängt maßgeblich vom Produkt und den Vorstellungen für deren Verwendung ab. Diese beiden Punkte müssen vorab geklärt werden, bevor du dich auf die Suche nach einer geeigneten Lösung begibst.

Der Unterschied zwischen drei Tagen und drei Monaten liegt nicht in der Komplexität des Konfigurators. Er liegt in der Klarheit der Anforderungen.

Die Aufwandsreduzierung in der Angebots- und Auftragsbearbeitung kann in vielen Fällen durchaus mehr als 50% betragen. Aber nur, wenn die Zielsetzung stimmt.

Warum jetzt kaufen strategisch klug ist

Zwei Drittel der B2B-Einkäufer gaben an, dass sie es vorziehen, alle Transaktionen mit ihren Lieferanten online abzuwickeln. Das unterstreicht, warum der Drei-Tage-Fall so erfolgreich war.

Die Kunden wollten genau das. Der bestellende Betrieb gewinnt durch Visualisierung für Endkunden. Der produzierende Betrieb bekommt klarere Aufträge ohne Nachkommunikation.

Eine Win-Win-Situation. Aber nur, wenn diese Zielgruppe vorher definiert wurde.

Was du vor dem Kauf klären musst

Bevor du einen Konfigurator kaufst, brauchst du Antworten auf diese Fragen:

  • Wer sind deine Kunden? B2B oder Endkunde? Andere Schreiner oder Privatpersonen?

  • Was sollen sie tun? Direkt bestellen oder anfragen? Preis sehen oder "Auf Anfrage"?

  • Welches Problem löst du? Mehr Anfragen? Klarere Aufträge? Weniger Nachkommunikation?

  • Was soll rein in den Konfigurator? Welche Produkte? Welche Varianten?

Ohne diese Antworten wirst du zur Hälfte gehören, die drei Monate braucht. Mit diesen Antworten kannst du in drei Tagen produktiv sein.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann

Die Daten über 47 Schreinereien zeigen ein klares Bild. Der Unterschied zwischen Erfolg und Verzögerung liegt nicht in der Technik. Er liegt in der Vorbereitung.

Die Betriebe, die schnell produktiv wurden, hatten eine klare Zielsetzung. Die Betriebe, die Monate brauchten, hatten eine vage Hoffnung.

Die Frage ist nicht, ob du einen Konfigurator brauchst. Die Frage ist: Hast du deine Zielsetzung geklärt, bevor du kaufst?

 

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